Musik / Interview

Singer-Songwriter Benne im Interview

Am 3. August erscheint das dritte Album des deutschen Singer-Songwriters Benne. Auf "Im Großen und Ganzen" zeigt sich der 28-jährige Sänger aus Heilbronn poetisch und nachdenklich, kann aber auch gute Laune verbreiten. Ab Herbst 2018 ist Benne auf Tour durch Deutschland - vorher hat er sich unseren Fragen gestellt. (Foto: Felix Wittich)

Schon 2015 konnte Benne mit seinem Debütalbum „Nie mehr wie immer“ die deutsche Pop-Landschaft mit scharfsinnigen Texten und schönen Melodien für sich begeistern. Doch statt sich zurückzulehnen, schrieb der Wahl-Berliner immer weiter Songs und spielte haufenweise große und kleine Benne-Konzerte quer durch die Republik. Auf sein Talent sind längst die größeren Namen im Business aufmerksam geworden. Nicht nur Kollaborationen mit Deutsch-Rapper Prinz Pi oder dem Elektro-Duo Gestört aber GeiL sind dabei zu nennen, auch die vielen Support-Gigs im Vorprogramm von Ryan Adams, Glasperlenspiel oder Revolverheld haben in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass die Fanbase von Benne kontinuierlich wächst.

Am 3. August 2018 kommt das dritte Album von Benne heraus, das „Im Großen und Ganzen“ heißt. Darauf wirkt Benne gereifter und reflektierter, ohne sich selbst dabei allzu ernst zu nehmen. Garniert mit eingängigen Gitarren-Pop-Melodien und sommerlichen Beats avanciert das neue Benne-Album zu einer der wichtigsten deutschen Platten des Jahres. Im Herbst 2018 präsentiert der Songwriter bei einigen Club-Konzerten das neue Album erstmals seinen Fans. Im nächsten Jahr folgt dann die große Benne-Tour 2019 mit zahlreichen Terminen landauf landab. Bevor Benne in den Tourbus steigt, haben wir ihn zum Interview getroffen.

In den letzten zwei Jahren hat man wenig von dir gehört – was hast du neben den Album-Aufnahmen und vereinzelten Live-Auftritten getrieben?

Benne: Ja, ich war beispielsweise einen Monat auf Bali. Ich hab aber schon vor allem Musik gemacht! Und tatsächlich viel getan um mich selbst immer besser kennen zu lernen.

Du hast viel Zeit im Ausland verbracht und dich sozial engagiert. Glaubst du, dass die Erfahrungen im Ausland Einfluss auf deine Musik hatten?

Benne: Ja. Ich glaube, dass alles was ich mache, einen Einfluss auf meine Musik hat. Ich schreibe oft sehr intuitiv und ich glaube, dass alles, was ich erlebe immer sehr großen Einfluss auf meine Musik hat – auch wenn meine Musik natürlich nicht immer das, was ich erlebe, eins zu eins wiederspiegelt.

Hört rein: Pünktlich zum Sommer hat Benne seinen neuen Song „Licht in uns“ veröffentlicht.

Am 3. August erscheint dein drittes Album. Wie klingt Benne 2018 deiner Meinung nach?

Benne: In meinen Augen hat sich vieles weiterentwickelt, ich habe für dieses Album viel viel mehr geschrieben als für die letzten und ich glaube das hört man auch. Soundlich habe ich mit meinem Produzenten zusammen auch ganz viel geschraubt und rumprobiert. Das Album ist sehr vielseitig geworden. Ich finde, es ist trotzdem ein roter Faden drin. Ich bin tatsächlich großer Fan von diesem Album (lacht).

Das neue Album heißt „Im Großen und Ganzen“. Warum hast du dich für diesen Titel entschieden?

Benne: Ich mag erstmal die relativierende Redewendung und dass man das, was sie eigentlich bedeutet, vergisst. Das Album ist sehr persönlich und hat viel mit meiner persönlichen Entwicklung zu tun, die aber nur in Verbindung mit allem anderen – dem „Großen und Ganzen“ – passieren kann. Man hätte das Album auch „Ich im Großen und Ganzen“ nennen können, aber das wäre langweilig gewesen.

Du warst schon Vorband für Ryan Adams, Silly, Glasperlenspiel und Revolverheld – für welchen Künstler oder welche Band würdest du gerne mal den Anheizer spielen?

Benne: Herbert Grönemeyer! Ich empfinde ihn als einen tollen und Inspirierenden Künstler und Menschen, auch wenn ich ihn persönlich nicht kenne.

Ab Herbst 2018 bist du wieder auf Tour in Deutschland unterwegs. Welches war dein bislang schönstes Konzert?

Benne: Das war ein Auftritt im Blue Shell (Köln) auf meiner ersten Headliner Tour zum ersten Album. Die Leute sind so abgegangen und haben meine Texte so laut mitgegröhlt, dass ich mich selbst kaum gehört habe. Ich hätte das damals nie erwartet, das war unglaublich schön und berührend!

Und selbst als Konzert-Besucher oder Fan?

Benne: Ich glaube Damien Rice mit 16, 17 Jahren in Stuttgart. Ich war damals riesiger Fan und war vom und beim Konzert total geflasht, weil es viel dynamischer war als ich es von der Platte erwartet hatte und viele der Songs, die ich sowieso schon geliebt habe, nochmal anders aber total geil umgesetzt waren.


Benne auf Tour 2018/19

  • 04.11.2018 – Leipzig (Neues Schauspiel)
  • 05.11.2018 – Hamburg (Nochtspeicher)
  • 06.11.2018 – Hannover (LUX)
  • 07.11.2018 – Köln (YUCA)
  • 09.11.2018 – München (zehner)
  • 10.11.2018 – Berlin (Frannz Club)
  • 02.04.2019 – Bremen (Kulturzentrum Lagerhaus)
  • 03.04.2019 – Erfurt (Museumskeller)
  • 04.04.2019 – Dortmund (FZW)
  • 05.04.2019 – Osnabrück (Kleine Freiheit)
  • 06.04.2019 – Düsseldorf (Zakk)
  • 09.04.2019 – Münster (Jovel Club)
  • 10.04.2019 – Heidelberg (halle02)
  • 11.04.2019 – Frankfurt (Brotfabrik)
  • 13.04.2019 – Stuttgart (Keller Klub)

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