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New Music: Amilli

Mit "Rarri" hat sich Amilli in die erste Liga der Pop-Neuentdeckungen des Jahres katapultiert. Im Winter 2019 geht Amilli auf Tour durch Europa, vorher ist die 19-Jährige aus Bochum auf den angesagtesten Festivals des Landes unterwegs. Wir stellen die deutsche Newcomerin näher vor.

Noch vor einem Jahr hätte Amilli wohl selbst nicht geglaubt, dass sie eineinhalb Jahre später auf ihre erste Europa-Tour geht. Im Juni 2018 droppte die Sängerin ihre ersten Songs auf den einschlägigen Plattformen – ein Jahr später kann ihr Hit „Rarri“ allein bei Spotify über 3 Millionen Streams verzeichnen. Ihre Musik bewegt sich irgendwo zwischen Lana Del Rey, Jorja Smith und Billie Eilish, aber so richtig wollen diese Vergleiche auch nicht passen, denn Amilli hat ihren ganz eigenen Sound geprägt.


Wer ist Amilli?

  • Herkunft & Alter: 19 Jahre aus Bochum
  • Genre: Neo-R’n’B, Dream Pop, Soul
  • Für Fans von: Solange, Lana Del Rey, Jorja Smith, Frank Ocean

Im Zentrum der bislang erst sechs veröffentlichten Tracks steht ihre Stimme, die mal hoch oder tief, lässig und kratzig, mal verletzlich und klar daherkommt. Zu minimalistischen Beats und innovativen Soundgebilden, die vom Gitarristen der Bochumer Rockband „I Am Jerry“ unter dem Pseudonym leomarykate produziert werden, passen ihre Vocals perfekt und entwickeln ganz besonderen Vibe. Natürlich und wie selbstverständlich fließen ihre Songs dahin und bleiben doch hängen.

Nach ihrem Schulabschluss nahm die musikalische Karriere der Bochumerin so richtig Fahrt auf. Amilli erhielt im Dezember 2018 den Förderpreis der 1Live Krone – dem größten Radio-Awards der Republik. Der junge Radiosender des WDR hob vor allem den „warmen R’n’B-Sound, der mehr nach Los Angeles oder London klingt als nach Bochum“ und „die besondere Stimme, die ein bisschen versoffen, ein bisschen traurig, aber sehr ehrlich und authentisch“ klingt.

Im Anschluss ging der Song „Rarri“ so richtig durch die Decke. Nicht nur Radios spielten den Song, auch auf den Streaming-Diensten und in den sozialen Netzwerken schlug der chillige Track hohe Wellen. Mit unaufgeregter Stimme prangert Amilli in „Rarri“ die Konsumgeilheit unserer Gesellschaft an und lässt die Hörer wissen, dass sie so gar nichts von Statussymbolen und Luxusmarken hält. Stattdessen cruist sie lieber mit dem Fahrrad und ihren Freundinnen dem Sonnenuntergang entgegen:

Der Höhenflug ging weiter mit dem Song „Into You“, auf dem Amilli eindrucksvoll beweist, wie wandelbar und vielschichtig ihre Stimme und ihre Musik generell sein kann. Die berührende Ballade mit einem Schuss Melancholie und sanften Beats zeigt die Sängerin von ihrer persönlichen, verletzlichen Seite, ohne an ihrer typischen Leichtigkeit zu verlieren. Das Liebeslied handelt vom Verknalltsein, von Hoffnung und Schicksal – die schwebenden Beats und ihr mehrschichtiger Gesang bringen diese Gefühle besonders authentisch zur Geltung.

In einem weiteren Liebeslied mit dem Titel „Maybe“ öffnet sich Amilli noch weiter. Darin singt sie über Beziehungen, von denen man nicht loslassen kann, auch wenn man weiß, wie schlecht sie für einen selbst sind. Als autobiographisch sollten die Lyrics aber nicht unbedingt betrachtet werden, im Interview mit 1Live berichtet Amilli davon, dass einige ihrer Freundinnen in toxischen Beziehungen leben und ihr „jeden Tag erzählen, wie sie sich wieder gestritten haben und total unglücklich sind. Und es sich einfach nichts ändert.“ Mit abgeklärten Sprechgesang fasst sie trocken zusammen: „You were what I wanted, not what I needed“.

Die jüngste Single aus dem Hause Amilli hat Mitte Juni 2019 das Licht der Welt erblickt. Passend zum Sommer geht es diesmal „fly“ zu, untermalt von funkigen Beats. Im Video schüttelt sie mit ihrer Girl-Gang, einer selbst entwickelten Choreographie und schnellen Karts die negative Vibes weg. Unbekümmert, tanzbar und selbstbewusst inszeniert soll der Song vor allem Spaß und Freude bereiten. Amilli selbst hört übrigens gerne Frank Ocean und Anderson .Paak – was man auf dem neuen Song von Amilli ein wenig raushören kann:

Amilli 2019 erstmals auf Europa-Tour

Nachdem der Shootingstar im Sommer auf den wichtigsten Indie- und Newcomer-Festivals (u.a. C/O Pop, Lollapalooza, Kosmonaut, Reeperbahn-Festival) zu sehen ist, geht es im Winter auf erste eigene Headliner-Tour durch Europa. Live-Erfahrung konnte Amilli als Vorband der Indie-Rockband Giant Rooks im Frühjahr sammeln. Im Winter steht Amilli dann selbst als Hauptact auf der Bühne und ist in vier deutschen Städten live zu erleben.

  • 02.12.2019 | Köln – Yuca
  • 03.12.2019 | Berlin – Kantine am Berghain
  • 06.12.2019 | München – Zehner
  • 19.12.2019 | Bochum – Rotunde

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