New Music / Interview

DYKNOW? The History of Gunpowder

Die Newcomer-Reihe DYKNOW bringt spannende Live-Acts nach Deutschland. Ende Mai kommen die experimentierfreudigen Kanadier von The History of Gunpowder auf Deutschland-Tour. Vorher stellen sie sich unseren Fragen im Interview.

DYKNOW ist eine wöchentliche Showcase-Reihe, in der gigmit mit Unterstützung von Ticketmaster ausgewählte Newcomer aus der ganzen Welt präsentiert und auf Tour schickt. Jede Woche spielen vielversprechende Bands in den Indie-Clubs zwischen München und Kiel – oft zum ersten Mal in Deutschland. Im Mai kommt die kanadische Band The History of Gunpowder mit ihrer explosiven Mischung aus Rock, Blues, Jazz, Funk, Soul und Punk live nach Deutschland. Wir stellen die fünf Jungs aus Montreal vor ihren Deutschland-Shows näher vor.

Mehr über die Showcase-Reihe DYKNOW erfahrt ihr hier.


Hallo Jungs – stellt euch bitte kurz vor.

Wir sind The History of Gunpowder. Während unserer gesamten Zeit als Band hatten wir insgesamt rund 22 Mitglieder für die Live-Auftritte, die immer wieder die Instrumente wechselten. Bei unseren Studioaufnahmen sind es mindestens doppelt so viele Mitglieder. Diese stimmungsvollen Wechsel sind wahrscheinlich der Grund, warum sich unser Sound immer weiterentwickelt, genauso wie jedes Lied eine eigene Logik bzw. einen eigenen Charakter hat. Die Musiker kommen aus ganz Kanada und Amerika, die Mitglieder, die neben Frontman Alex Morison, am längsten mit dabei sind, kommen aus Montreal und Vancouver.

In welche Richtung geht eure Musik?

Diese Frage war schon immer schwer für uns. Es ist mittlerweile normal als Musiker zu sagen “Wir passen nicht in eine Kategorie” oder “Wir wollen uns nicht auf eine Genre festlegen”. Allerdings ist das bei uns wahr. Ein Beleg dafür sind die Reviews zu unserer Musik, man kann es nicht richtig benennen. Um trotzdem was zu sagen: Circus Rock, Swamp-Pirate Blues oder Orchestral Freak-out Musik.

Wie bist du mit deiner Band zusammengekommen?

The History of Gunpowder hat sich 2012 oder 2013 gegründet. Alex Morison hat sich sechs Leute gesucht und angefangen Songs zu schreiben, welche sich von den heutigen Liedern der Band sehr unterschieden. Viele von ihnen waren enur Mingus-inspirierte Jazz-Arrangements mit Screamin’ Jay Hawkins-artigen Gesang. Dieser entwickelte sich, wurde intensiver, lauter, schwerer und schließlich wurden seine Vocals immer rauer. Der Umzug nach Montreal war ein zentraler Punkt in der Geschichte der Band, da The History of Gunpowder zu diesen Zeitpunkt zum ersten Mal einen Sound entwickelt hatte, der sich für Morison richtig anfühlte. Die aktuellste Version der Band schöpft ihre Inspiration immer noch aus dieser Zeit, mit einigen anderen Einflüssen, die Morison’s Schreib- und Gesangsstil erschütterten.

Worauf freut ihr euch bei der Tour am meisten? 

Wir freuen uns auf alle Städte gleichermaßen. Deutsche Musiker hatten immer schon einen großen Einfluss auf unsere Musik, also wollen wir gerne etwas zurückgeben und uns anschauen, was in Deutschland passiert und dabei etwas Chaos und Schönheit zurücklassen. Nachdem wir in Deutschland unterwegs waren, reisen wir weiter nach Italien. Bei der Tour werden wir hoffentlich diesen Austausch haben, den nur Musiker und Zuschauer haben und hoffentlich werden wir danach bald wiederkommen.

Könnt ihr euch noch an euren ersten Live Auftritt erinnern und falls ja, wie war dieser?

Die erste Show, die ich je gespielt habe, war mit 14 Jahren an einen Ort namens Broken City in Calgary in Kanada. Ich habe versucht “Bright Size Life” von Pat Metheny zu spielen, dabei haben mich drei der besten Jazz Musiker, die ich jemals gehört habe, begleitet. Allerdings habe ich bei der ganzen Sache meinen Kopf verloren, bin verwirrt umhergeirrt und stolperte durch den ganzen Auftritt. Der Gitarrist an diesen Abend war Gordon Grdina und es endete damit, dass er mein Mentor wurde. Von diesem Tag an hat er mit mir zusammengearbeitet, half mir mit meinen Entscheidung und meinen Live-Auftritten. Manchmal weiß man einfach nicht, was passieren wird, wenn man auf die Bühne geht. Geh einfach rauf, kling jahrelang schrecklich und irgendwann wirst du anfangen wundervoll zu klingen.

Habt ihr persönliche Tour Must-Haves?

Musik, Tequila und gute Unterhaltung.

Was können wir bei den kommenden The History of Gunpowder Konzerten erwarten?

Eine Mischung aus Chaos, Harmonie, Unvorhersehbarkeit und eine Explosion aus Musik, welche dich mit einen Feuer in deinen Bauch zurück lässt, welches dich am Leben hält.


The History of Gunpowder 2019 live in Deutschland:


Noch mehr Konzerte der Newcomer-Reihe DYKNOW gibt es hier.

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