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Nürnberger Versicherungscup: Anna-Lena Friedsam will angreifen

Für Anna-Lena Friedsam hätte das Jahr kaum besser beginnen können. Zunächst die Halbfinalteilnahme beim WTA-Turnier im chinesischen Shenzhen. Dann das Erreichen des Achtelfinals bei den Australian Open. Der Lohn: Weltranglistenplatz 52, das bislang beste Ranking in der noch jungen Karriere der 22-Jährigen. Doch von Zufriedenheit keine Spur. Friedsam will mehr, wie sie im Interview verrät. Auch beim Nürnberger Versicherungscup vom 14. bis 21. Mai.

 

Das Jahr hat für Dich hervorragend begonnen. Erst das Halbfinale in Shenzhen, dann das Achtelfinale bei den Australian Open. Was nimmst Du hiervon mit in den weiteren Verlauf der Saison?

Das war auf jeden Fall ein sehr gelungener Start. Und ich versuche, das alles mitzunehmen. Dass ich Topspielerinnen wie Roberta Vinci geschlagen habe. Und dass ich ganz nah dran war, Agnieszka Radwanska zu besiegen. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, was für ein Potenzial in mir steckt. Außerdem ist es für mich natürlich auch eine Bestätigung.

In dem angesprochen Achtelfinale gegen Radwanska hast Du im 3. Satz mit 5:2 geführt, warst nur noch zwei Punkte vom Matchgewinn entfernt. Dann kamen die Krämpfe, die Partie ging verloren. Was überwiegt für Dich im Nachhinein: die Freude über die tolle Leitung oder die Enttäuschung über das unglückliche Ende?

Es überwiegt die Freude, ganz klar. Hätte mir vorher jemand gesagt, dass ich in Melbourne ins Achtelfinale komme, ich hätte das so unterschrieben. Natürlich war die Niederlage gegen Radwanska im ersten Moment enttäuschend, schließlich war ich ganz nah dran, sie zu schlagen. Aber letztlich habe ich ein tolles Turnier gespielt und das ist, was ich mitnehme.

2015 hast Du Dich nach zwölf Jahren Zusammenarbeit von Deinem Trainer getrennt und arbeitest seitdem mit Sascha Müller zusammen. Welchen Anteil hat er an Deiner Entwicklung? Was macht er anders?

Sascha hat einen sehr großen Anteil an meiner positiven Entwicklung. Er zeigt mir auf, was mein Spiel so gefährlich macht und wie ich spielen muss. Und er bestärkt mich in den Dingen, die ich gut mache. Außerdem ist er ein sehr positiver Typ. Auch das überträgt sich auf mein Spiel.

Du startest in diesem Jahr bereits das vierte Mal beim Nürnberger Versicherungscup. Welchen Stellenwert hat das Turnier für Dich? Was hast Du Dir dieses Mal vorgenommen?

Der Nürnberger Versicherungscup ist ein sehr schönes Turnier. Ich habe mich hier vor heimischem Publikum immer sehr wohl gefühlt. Vor zwei Jahren habe ich im Achtelfinale gegen Angie Kerber verloren, 2015 in der gleichen Runde gegen die spätere Siegerin Karin Knapp. Ich hoffe, dass es dieses Jahr etwas weiter geht. Dafür werde ich alles geben.

Hast Du Dir für die Saison 2016 irgendwelche Ziele gesetzt? Vielleicht einen bestimmten Weltranglistenplatz?

Mein Ziel ist es, mich als Mensch und als Spielerin weiterzuentwickeln. Ich möchte mein aggressives Tennis weiterentwickeln, mein Spiel nach vorne weiter ausbauen. Das ist für mich der Schlüssel zum Erfolg. Die Siege, die Weltranglistenpunkte und die entsprechenden Ranglistenpositionen kommen dann von ganz alleine.

 

Nürnberger Versicherungscup 2016

Nürnberger Versicherungscup 2016

Tennis ist en vogue, erst Recht bei den Damen. Und das nicht erst seit den Australian Open. In Nürnberg wird jedes Jahr im Mai Weltklasse-Damentennis geboten. Der Nürnberger Versicherungscup geht 2016 in die vierte Runde und trommelt wieder die besten Tennisspielerinnen der Welt zusammen.

Nürnberger Versicherungscup 2016 Tickets

Tickets für den Nürnberger Versicherungscup 2016 gibt es wie gewohnt bei Ticketmaster. Dieses Jahr gibt es neben den regulären Tickets und VIP-Tickets auch Collector Tickets.

Collector Tickets Nürnberger Versicherungscup 2016

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