Musik

Belle and Sebastian kehren mit neuer Musik zurück

Belle and Sebastian ist die Band, die die Schönheit im Alltäglichen hervorhebt. Das britische Künstlerkollektiv kommt 2018 auch nach Deutschland.

Belle and Sebastian stehen für handgemachten Indie-Pop mit Tiefe und Bedeutung. Was zunächst nur als ein soziales Projekt von Bandleader Stuart Murdoch ins Leben gerufen wurde, hat mittlerweile schon zwei Jahrzehnte Bestand. Seitdem wuchs der internationale Erfolg stetig.

Belle & Sebastian kommen nach Deutschland

2018 kommt die Band nun endlich nach Deutschland. Drei Konzerte sind hier geplant:

16. Februar 2018 | München | Muffathalle

17. Februar 2018 | Berlin | Admiralspalast

18. Februar 2018 | Frankfurt | Batschkapp

Holt euch hier eure Tickets für die Deutschland-Konzerte ab dem 29. September, 10 Uhr auf Ticketmaster.

In jeder Beziehung außergewöhnlich

Belle and Sebastian wurde nicht gegründet, um die großen Hits zu schreiben oder Erfolg einzuheimsen. Trotzdem findet man das Künstlerkollektiv seit ihrem Debüt „Tigermilk“ (1996) immer wieder in den Charts. 13 ihrer Single-Auskopplungen charteten in England, sechs stießen in die Top 30 vor.

Dabei stand Erfolg für Stuart Murdoch nie an erster Stelle. Vor 2003 verweigerten sich Belle and Sebastian sogar konsequent der Öffentlichkeit. Interviews waren eine Seltenheit und auch im TV oder auf Festivals ließen sie sich nur ungern einladen.

Damit verdeutlichten sie ihre künstlerische Ausnahmestellung innerhalb der Independent-Szene, bei der es immer stärker um klangliche Authentizität und lyrische Bedeutungstiefe ging.

Ein soziales Projekt für Arbeitslose

Belle & Sebastian entstand aus der Idee heraus, ein soziales Projekt für Arbeitslose in Glasgow zu gründen, der Heimatstadt Murdochs. Junge Menschen sollten eine Aufgabe erhalten, um von der Straße wegzukommen.

Im ersten Jahr nach der Gründung erschienen gleich zwei Alben und zwei EPs, da Stuart Murdoch zu diesem Zeitpunkt schon einige Songs geschrieben hatte. Bis zum fünften Album „Storytelling“ (2002) kümmerten sich Belle and Sebastian komplett selbst um die Produktion, Aufnahmen und Artwork.

Ein neuer Ansatz musste her

Zuvor ließ sich der Musikstil der Band als Kammerpop, Folkmusik und akustischer barocker Musik beschreiben. Doch dann holten sich Belle & Sebastian Pop-Produzent Trevor Horn ins Boot. Seither arbeiten Sänger und Gitarrist Stuart Murdoch, Stevie Jackson (Gitarre), Chris Geddes (Keyboard), Sarah Martin (Keyboards, Violine, Querflöte), Dave McGowan (Bass, Gitarre), Bobby Kildea (Gitarre, Bass) und Richard Colburn (Drums) bei jedem neuen Album mit einem anderen Produzenten zusammen.

Für das letzte Album „Girls In Peacetime Want To Dance“ entschieden sie sich für Ben H. Allen III. Er ist bekannt dafür, dass er ein feines Gespür für außergewöhnliche Indie-Musik besitzt.

Zwei Konstanten in all den Jahren

Trotz der wechselnden Produzenten kann man sich bei Belle and Sebastian darauf verlassen, dass einige Dinge immer gleich bleiben: Zum einen Stuart Murdochs Kurzgeschichten über Verlierer und Teenager auf der Suche nach einer Bestimmung, die er zu lyrischen Songtexten formt und damit vielen jungen Hörern Halt und Perspektiven gibt. Zum anderen die schlichten Kompositionen, deren Größe sich erst nach und nach entfaltet.

Wer Belle and Sebastian einmal für sich entdeckt hat, bleibt der Band treu. Es ist die perfekte Musik, um die Schönheit im Alltäglichen zu erkennen.

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