Musik

Pride Week: Lady Gaga gibt intimes Konzert in New York

Anlässlich der Pride Week in New York und der Fusion zweier US-Radiosender präsentiert Lady Gaga im Apollo Theater eine intime Best-of-Version ihrer Las Vegas Show. Mit einfühlsamen Worten bestärkt die Sängerin die LGTBQ-Szene und feiert mit dem Publikum das 50. Jubiläum der Aufstände in der Christopher Street.

New York ist diese Woche in Regenbogen-Farben gehüllt: Es ist World Pride Week in der amerikanischen Metropole. Aus der ganzen Welt kommen dieser Tage Besucher nach New York, um die World Pride Week zu feiern. Vor 50 Jahren, genauer gesagt am 28. Juni 2019, fanden rund um die Christopher Street in New York die sogenannten Stonewall-Aufstände statt, als die Polizei versuchte, eine Schwulenbar zu räumen. Die Unruhen gingen in die Geschichte ein. Heute wird auf der ganzen Welt mit bunten Paraden und Veranstaltungen zum „Christopher Street Day“ auf die Diskriminierung der LGTBQ+ Szene aufmerksam gemacht und mehr Rechte, Toleranz und Akzeptanz eingefordert.

Als eine der wichtigsten Supporterinnen der LGTBQ+ Szene gilt Lady Gaga, die ihre Karriere in Gaybars startete. Getragen von der Community folgte der weltweite Siegeszug der Popsängerin. Anlässlich der Pride Week spielte Lady Gaga nun ein intimes Konzert im New Yorker Apollo Theater vor gerade einmal 1.500 geladenen Gästen. Die zwei Radiosender SiriusXM und Pandora luden HörerInnen und Prominente in das Theater, wo Lady Gaga eine exklusive Best-Of-Show ihrer Las Vegas Residenz präsentierte. Dabei wandte sich die Sängerin mit starken Worten an das Publikum und die LGTBQ+ Szene.

 

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Baby, I’m so proud of you.🙏🏻❤️I have no words..😢 Video: @gaygay4gaga

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Starke Worte an die LGTBQ+ Szene

Zum Jubiläum der Stonewall-Aufstände sagte Lady Gaga auf der Bühne: „Wir haben eine Menge zu feiern – es ist World Pride Week. Ich persönlich finde, es sollte 365 Tage im Jahr Pride sein. Und wow: Am Freitag ist der 50. Jahrestag von Stonewall, dem Zeitpunkt, wo die Community gesagt hat ‚Genug ist genug‘! Gelobt sein die vielen Aktivisten, vor allem Ms. Marsha Johnson. Was für ein Mut, Tapferkeit, ein Geist der Akzeptanz und Toleranz war da zu sehen!“

Auch die Themen Gender und Diversität der sexuellen Identität sprach die Sängerin an: „Durch meine Fans habe ich einiges gelernt, das ich mit euch hier teilen möchte. Stellt anderen die Frage: ‚Was ist dein Pronomen?‘ – denn für eine Menge Menschen ist die Situation wirklich hart. Keiner respektiert ihre Identität und ihr Pronomen und fragt gar nicht erst danach. Ich bin in den letzten Jahren gewachsen und habe mich immer wieder verändert – wir sitzen alle in einem Boot“.

Exklusive „Enigma“-Show von Lady Gaga in New York

Zum ersten Mal war die Las Vegas Show „Enigma“ von Lady Gaga außerhalb des amerikanischen Entertainment-Mekkas aufgeführt. Die etwas komprimierte Best-of Show umfasste alle wichtigen Songs der Sängerin, von den frühen Hits wie „Just Dance“ und „Poker Face“ zu einem großen Medley aus „Telephone“, „Applause“ und „Paparazzi“ bis zur Ballade „Million Reasons“, die Lady Gaga dem Stonewall-Aktivisten Marsha Jonson widmete. Als Zugabe spielte Lady Gaga ihren Oscar-prämierten Song „Shallow“.

Von der exklusiven New York Show kursieren nur wenige Aufnahmen im Netz, die aber zeigen, wie nah das Publikum der Sängerin beim Konzert war. Trotz intimem Rahmen wurde für die Show alles aufgefahren: Backup-Tänzer, diverse Kostümwechsel, Special Effects und ein ganz besonders gestaltetes Keyboard durften natürlich nicht fehlen. Noch bis Ende des Jahres ist Lady Gaga in Las Vegas mit ihrer Show zu sehen – ob es die Sängerin bald mal wieder nach Europa verzieht, ist indes noch nicht bekannt.

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