New Music / Interview

New Music Interview: Wargirl

Wargirl versetzen den Dancefloor in die Garage und spielen mit Sounds aus der ganzen Welt. Bevor die kalifornische Kombo mit ihrem Debütalbum "Wargirl" 2019 auf Club-Tour geht, haben wir sie in Hamburg zum Interview getroffen.

Nachdem sich Wargirl 2018 fleißig durch die Clubs und Indie-Schuppen Europas gespielt haben, folgte im Oktober das Debütalbum “Wargirl”. Spätestens seitdem sind die sechs Mitglieder mit ihrem einzigartigen Sound in aller Alternative-Munde. Mit ihrem rauen, aber tanzbaren Sound, der in keine Schublade passt und Elemente aus Funk, Garage-Rock, Reggae, Psychedelic Rock und Afrobeats vereint, stürmen Wargirl 2019 in die Herzen der Fachpresse und Konzertgänger.

Denn vor allem live auf der Bühne entwickeln die drei Musikerinnen und drei Musiker eine unbändige Energie. Wer sich davon selbst ein Bild machen möchte, hat im Januar 2019 nochmal Gelegenheit dazu, wenn die Band aus Long Beach auf Album-Release Tour die Clubs der Republik zum Schwitzen bringt.

Wargirl Winter-Tour 2019

  • Berlin – Maze (21.01.2019)
  • Hamburg – Uebel & Gefährlich (22.01.2019)
  • Düsseldorf – zakk Club (23.01.2019)

Hier gibt es Tickets für die Wargirl Tour 2019


Wargirl im Interview

Wargirl Live 2019 Interview

Herzlich Willkommen im verregneten Hamburg! Nicht wirklich West Coast Wetter hier oder?

Wir lieben Hamburg. Wir fühlen uns hier wie zuhause. Long Beach ist ja die Hafenstadt von L.A. (County) also fühlt es sich hier ganz ähnlich an. Aber ja, das Wetter ist nicht das gleiche!

Im Vorfeld der Veröffentlichung eures Debütalbums wart ihr auf großer Europa-Tour. Seid ihr immer noch befreundet?

Haha, wir sind ja schon vorher viel getourt – wir wussten, was auf uns zukommt. Wir sind immer noch Freunde.

Als großen Einfluss auf die Band habt ihr einmal den Woodstock-Auftritt von Sly and The Family Stone genannt. Was genau hat euch von ihrer Performance inspiriert?

Matt: Ich glaube, das habe ich mal gesagt, aber es stimmt: Von dem legendären Auftritt nehmen wir alle gewisse Dinge mit, jeder in seiner Weise. Es passiert so viel auf der Bühne und jeder einzelne Musiker fügt seine Elemente zu einem großen Ganzen hinzu, das wollen wir auch mit unserer Band versuchen. Jedes Bandmitglied ist sehr aktiv auf der Bühne. So bleiben wir in guter Form – vor allem live.

Klingt als wärt ihr große Musikfans. Seid ihr auch begeisterte Plattensammler?

Tamara: Oh ja, neben Kaffee ist Musik die größte Leidenschaft von uns allen. L.A. ist ein großartiger Ort, um nach Platten zu stöbern. Da gibt es den riesigen Amoeba Store, aber auch viele fantastische Independent Record Stores.

Matt: Ich habe alle Original Bob Marley Pressungen. Und tatsächlich sind die deutschen Pressungen die besten. Wir haben uns riesig gefreut, als wir erfahren haben, dass unsere eigene Vinyl in Deutschland gepresst wird.

Wargirl Matt Wignal

Indie-Produzent Matt Wignal arbeitete bereits mit Mando Diao oder den Cold War Kids zusammen. In seiner eigenen Band Wargirl sind alle gleichberechtigt.

Matt, du führst die Tackyland Studios, wo all das Equipment 100% analog ist. Was ist das besondere daran, analog aufzunehmen?

Matt: Wir machen beides – analog und digital. Aber in jedem Song steckt ein großer Teil,, den wir live und analog aufgenommen haben. Das Equipment schafft eine Atmosphäre, die es nur in genau diesem Moment gibt, die man nicht wiederherstellen kann. Das ist uns sehr wichtig. Für das Album haben wir sieben Tage im Studio in Costa Rica verbracht, ein wunderschönes Land.

Manche Stücke waren schwierig, weil wir Aufnahme-Lücken hatten, die ganze Songs unbrauchbar machten. Dann mussten wir erst wieder Kraft finden, aber es hat sich gelohnt. Es gab Aufnahme-Sessions, wo wir alle leidenschaftlich gespielt haben und Sam mit der Atmosphäre des Ortes improvisiert hat.

Sam: Ja, der Ort war wunderbar. Es gab ein riesiges Fenster im Studio und manchmal, wenn Stürme aufgezogen sind, war der ganze Himmel in einem einzigartigen Licht erhellt.

Würdet ihr Wargirl als politische Band bezeichnen? Welchen Einfluss hat eure Musik und Live-Performances auf einen sozialen Wandel?

Sam: Ich würde uns als politische und sozial engagierte Personen beschreiben. Ich glaube, dass die Musik wiederspiegelt, wie wir denken und leben, aber wir sind nicht auf der Bühne, um den Menschen zu sagen, was sie tun sollen. Es gibt einen Bereich in der Musik, der jedem einzelnen erlaubt, in seiner Weise etwas zu interpretieren. Wir kommen aus einem Teil von L.A., wo jeder leben kann wie er will und es gibt Platz für alle – darum geht es uns immer.

Hol dir hier dein Ticket für die Wargirl Tour 2019!

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