Musik

Die besten Musik- und Konzert-Dokus auf Netflix & Co.

Vor allem in der jetzigen Zeit sind Streaming-Plattformen, wie Netflix und Amazon Prime, gefragt wie Klopapier. Neben einer riesigen Auswahl von Serien und Filme, haben sie aber auch Dokumentationen über Künstler*innen sowie Live-Konzerte in petto. Welche ihr euch unbedingt anschauen solltet, erfahrt ihr hier.

Die Feiertage stehen vor der Tür, aber Oma und Opa müssen gerade zum Selbstschutz zu Hause bleiben. Richtig so! Bedeutet aber auch: Kein leckeren Braten und Kuchen für dich. Das ist aber noch lange kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Netflix und Amazon Prime haben mehr als Haus des Geldes, Stranger Things, Peaky Blinders und Co. zu bieten (die du wahrscheinlich sowieso schon alle durch hast).

Ob Queen-B auf dem Coachella oder Justin Timberlake auf Tuchfühlung mit den Fans: Wir haben für dich einmal Netflix und Amazon Prime nach den besten Musik- und Konzert-Dokumentationen durchforstet und zeigen dir, welche Musik-Dokus du dir unbedingt anschauen solltest und warum.

Netflix Tipps: Musik-Dokumentationen

Travis Scott – Look Mom I Can Fly

Die Dokumentation namens „Look Mom I Can Fly“ beleuchtet das Leben des wohl aktuell angesagtesten US-Rappers Travis Scott. Dass er fliegen kann, ist wohl nicht einfach nur aus der Luft gegriffen.

In der Doku bekommt ihr frühe Aufnahmen seiner Karriere aus 2014 zu sehen, in denen er vor einem vielleicht 15-köpfigen Publikum steht. Nicht mal fünf Jahre später: Hallen sold out, Fans campen vor Sneaker-Stores, Streaming-Zahlen platzen und immer mal wieder eine schicke Lady namens Kylie Jenner an der Seite – Man kann ihm wohl nicht verübeln, dass er öfter mal zu weit mit den Füßen vom Boden abkommt.

„Look Mom I Can Fly“ zeigt Travis Scott’s Aufstieg auf den ultimativen Rap-Thron. Der Rapper, der sich sonst eher unnahbar präsentiert, lässt hier tief Blicken. Von Kindheitsvideos über private Aufnahmen von seiner Tochter Stormy und seiner Ex-Geliebten Kylie.

Lady Gaga: Five Foot Two

Lady Gaga ist wohl die bekannteste Filmfigur unserer Zeit – vielleicht auch aller Zeiten. „Gaga: Five Foot Two“ zeigt eine Frau, die nicht nur musikalisch hochbegabt, sondern auch ein gesellschaftlich relevantes Symbol ist – für alle, die nicht der Norm entsprechen wollen.

Das Ziel des Films ist nicht, bloß Werbung für sie oder eine neue Platte, ein neues Image oder ähnliches zu sein. Es ist das Tagebuch einer Frau, die versucht, das Leben einer Kunstfigur aufrechtzuerhalten. Szenen zwischen Erfolg, Ruhm, Rückschläge, Schmerzen und Tränen spiegeln die Realität wieder.

Taylor Swift: Miss Americana

Die Dokumentation „Miss Americana“ entführt die Zuschauer*innen in das Leben der erfolgreichsten Sängerin der (amerikanischen) Musikgeschichte: Taylor Swift. Das kleine, süße Mädchen von nebenan, das sich nie etwas zu Schulden kommen lassen hat, entwickelte sich in den letzten Jahren zum globalen Pop-Icon. Ihr Charakter und Erscheinungsbild wurden geschaffen und geformt nach den Regeln der gesellschaftlichen Akzeptanz – oder aber auch nach den Regeln des Erfolgs.

„Miss Americana“ hält die unverschönte Wahrheit vor Augen, wie es ist, schon früh im Rampenlicht zu stehen und was es mit einer Person macht. Einsamkeit, Depressionen, Ängste und natürlich auch Freude sind eine der Nebenwirkungen. Der Film zeigt, dass Taylor Swift mehr als nur das nette Mädchen von Nebenan ist, das zu allem Ja und Amen sagt. Zum ersten Mal bezieht Taylor eine politische Stellung, wofür sie jedoch ganz schön hart kämpfen musste…

Konzerte auf Netflix

Homecoming – Ein Film von Beyoncé

Auch Queen B hat auf Netflix zugeschlagen. Beyoncé ist die erste schwarze Frau, die jemals auf dem Coachella Festival als Headliner auftrat. „Homecoming“ hält diese außergewöhnliche Show fest gepaart mit Filmaufnahmen aus ihrem privaten Leben und dem Prozess hinter den Kulissen. Solch eine perfektionierte Show kostet viel Training, viel Schweiß, viel Disziplin und ein starkes Team.

Die Show wurde zu einem politischen Statement: Ihr Team besteht ausschließlich aus People of Colour – darunter viele Frauen. „Homecoming“ – Eine Hommage an die schwarzen Universitäten und Colleges aus dem Süden der USA. Getreu nach Beyoncé’s Motto: Slay it!

Springsteen on Broadway

Bruce Springsteen’s Show am Broadway in New York ist wohl eine der intimsten und rührendsten zugleich. Der Boss erzählt seine Geschichte, spielt leise und zart seine Songs – nebenbei gibt er sich als Schwindler mit einem Zaubertrick aus: Wie man aus ganz vielen Einzelnen eine Gemeinschaft macht. Ein großes Wir.

An diesem Konzert-Abend gelingt Springsteen etwas Wunderbares: Seine Geschichte ergreift das Publikum. Spätestens nachdem seine Frau Patti auf die Bühne kam und beide über die langjährige Partnerschaft sangen und sprachen, flossen bei einigen Fans im Publikum die Tränen. Der Musiker fusioniert mit dem Publikum – und sogar zuhause auf dem Sofa ist diese Energie zu spüren.

Justin Timberlake & The Tennessee Kids

Fast zwei Jahre war  Justin Timberlake auf großer „20/20 Experience World Tour“ mit sage und schreibe 134 Shows in zwei Jahren. Das soll erstmal jemand nachmachen. Das große Finale der Tour wurde Gott sei Dank in einem Film festgehalten. Aufgezeichnet wurden die letzten beiden Shows in der MGM Grande Garden Arena in Las Vegas.

Zusammen mit der 14-köpfigen Big-Band „The Tennessee Kids“ ließ Justin eine Party der Superlative steigen. Eine Show, die spektakulärer nicht sein könnte – Tanzeinlagen Extraklasse, flackernde Lichter, eine riesige Bühne und Hits über Hits. Gänsehaut inklusive. Man bekommt aber nicht nur eine perfekt inszenierte Show zu bieten, die quasi das Live-Konzert-Feeling in die eigenen vier Wände bringt, sondern auch einen exklusiven Blick hinter den Kulissen.


Amazon Prime – Musik-Dokus

Coldplay – A Head Full Of Dreams

Im Dokumentarfilm „A Head Full Of Dreams“ blicken Coldplay auf 20 Jahre ihres Bandbestehens zurück. Zwei Dekaden ist eine lange Zeit, so lange halten nur wenige Ehen und noch weniger Bands. Wie jede Ehe, haben auch Coldplay Höhen und Tiefen durchgemacht – aber im Film merkt man: Nichts kann die brüderliche Freundschaft kaputt machen.

Der Regisseur Mat Whitecross begleitete die Band schon, bevor sie überhaupt eine richtige Band waren. So sind in „A Head Full Of Dreams“ neben Aufnahmen aus der heutigen Erfolgszeit, auch schon Aufnahmen aus der ersten Probe im Studentenzimmer zu sehen. „A Head Full Of Dreams“ ist eine Reise von der erster Aufnahme bis hin zum Erfolg – zwischen Träumen, harter Arbeit, Vertrauen und einer unermüdlichen Freundschaft.

Rammstein In Amerika

Die Dokumentation „Rammstein In Amerika“ verfilmt die wohl skandalreichste Band aus Deutschland. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der Bandmitglieder. Von Anfang, als sie noch sechs befreite Zonenkinder waren und das erste Mal die USA bereisten, bis hin zum Erlangen des Status der globalen Live-Spektakel-Ikone.

Rammstein hat vielleicht nicht bei allen Sympathiepunkte gewonnen, aber man muss sich eingestehen, dass sie stets die aufwendigsten Bühnenshows haben, die alle zum Staunen bringen. „Rammstein In Amerika“ zeigt ganz klar den Aufstieg und Fall, die Zweifel und Einsicht sowie die psychischen Konflikte und die Auferstehung der sechs Rebellen.

Amy – The Girl Behind The Name

„Amy – The Girl Behind The Name“ erzählt das wilde Leben der Sängerin mit unvergleichlichen Soul-Stimme: Amy Winehouse. Zwar ist die Dokumentation nicht ganz kostenlos, jedoch lohnt sich jeder einzelne Cent.

Im Film bekommt man Einblicke in das ganz private Leben einer Amy Winehouse. Auch wenn die Sängerin leider nicht mehr unter uns weilt, fühlt man sich ihr im Film ganz nah. Jedoch bekommt man auch den schleichenden Zerfall zu spüren, der bis unter die Haut geht. Grob zusammengefasst ist es die Geschichte einer Legende, die sich zwischen dem Ruhm und der daraus gewonnen Anerkennung und der psychischen und physischen Gesundheit entscheiden musste.

Amazon Prime – Konzerte


NKOTBSB – Live From The O2 Arena London

Ok, was ist das bitte für ein Highlight? Die Backstreet Boys und New Kids on the Block zusammen auf einer Bühne! Da fehlen auch uns die Worte.

Wer über die Feiertage einfach mal in die 90er abtauchen und ein bisschen in Erinnerung schwelgen möchte, für den ist NKOTBSB die perfekte Basis.

The Rolling Stones – Sweet Summer Sun: Live at Hyde Park

Jetzt wird’s schmutzig: The Rolling Stones gehören zu den langlebigsten Rock-Bands und haben schon auf unzähligen Bühnen so richtig abgerockt.

Zwar hast du (hoffentlich) kein Schlamm, Dreck und Staub in deinem Wohnzimmer, so wie es sich für ein richtiges Rock-Festival gehört, dennoch bekommen deine vier Wände mit „Sweet Summer Sun“ so richtiges Summer-Festival-Flair. Rock it, Baby!

Santana – The Greatest Hits Live At Montreux

Wem Sanata‘s Bühnenpräsenz auch so fehlt wie uns, der kann sich mal ganz schnell ein Bier kalt stellen und das Konzert „The Greatest Hits Live At Montreux“ genießen. Mit einem Song nach dem anderen lässt er unsere Beine nicht mehr zur Ruhe kommen.

Zwar bringt uns das auch nicht in die Konzerthallen, aber immerhin erweckt es „First-Row“-Gefühle – ganz ohne frühes Anstehen am Einlass.

Nichts für dich dabei? Vielleicht startet dein/e Lieblingsmusiker*in oder -band ja demnächst einen Livestream. Wir haben hier eine ständig aktualisierte Liste mit den spannendsten Livestreams für zuhause.

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