Sport

Fragen an Hagen – ein Interview mit Ticketmaster

Hagen Pohle ist Geher beim SC Potsdam und wurde 2013 Deutscher Meister im 20 km Gehen. Immer mehr Fans und Sportler begeistern sich für diese noch recht unbekannte Disziplin. Hagen Pohle hat das Potenzial, Gehen im August 2018 bei der Leichtathletik EM berühmt zu machen. Doch zuerst stand er für Ticketmaster Rede und Antwort. Foto: SC Potsdam

Die Olympischen Spiele laufen und die weltbesten Sportler können im Wettkampf ihre Stärke beweisen. Auch Hagen Pohle ist ein Weltklasse-Sportler, der im August bei der Leichtathletik-EM in Berlin dabei sein wird. Wir haben ihn bei einem Eishockey-Spiel vor der Mercedes-Benz Arena getroffen und die Chance für ein Interview genutzt.

Fragen an Hagen

Wie bist du zum Gehen gekommen?

  • Ich habe schon immer Ausdauersport gemacht. Angefangen habe ich mit Triathlon. Dann habe ich die Liebe fürs Laufen entdeckt und bin an die Sportschule gegangen. Als der Erfolg nicht mehr dagewesen war, habe ich das Gehen nachgeäfft und dabei ein verstecktes Talent entdeckt. Schnelligkeit ist zwar nicht meine Stärke, das mache ich aber wieder mit meiner Ausdauer wett.

Welches Training magst du überhaupt nicht?

  • Alles was mit Krafttraining zu tun hat, ist nicht unbedingt das, was ich gerne mache, weil der Nutzen nicht direkt erkennbar ist. Da es jedoch die Körperhaltung fördert und auch die Verletzungsprophylaxe unterstützt, ist es nicht wegzudenken. Mehr Spaß macht es mir dadurch aber auch nicht.

Hast du eine morgendliche Routine? Wie startet dein Tag? Was ist das erste, was du machst, wenn der Wecker klingelt?

  • Der Morgen ist auf mein Training ausgerichtet. Da ich durch die Bundespolizei gefördert werde, bin ich für den Sport freigestellt. Der Wecker klingelt für gewöhnlich um 7 Uhr. Das gibt mir mehr Zeit fürs Training. Ansonsten natürlich frühstücken.

Normalerweise halten Sportler eine strenge Diät, im besonderen vor Wettkämpfen. Aber wenn dann doch mal genascht werden darf, was ist deine liebste Kalorienbombe?

  • Bei mir gibt es keine Diät, somit auch keine Cheat-Days. Ich esse das, worauf ich gerade Lust habe, da ich nicht auf die Ernährung achten muss.

Wie zufrieden bist du denn mit deiner aktuellen Form?

  • Ich komme gerade aus dem Urlaub, deswegen ist das schwer zu sagen. Ich bin jetzt nach dem olympischen Jahr gut in Form und denke, dass ich darauf die EM in Berlin ganz gut aufbauen kann.

Bist du nervös vor Wettkämpfen?

  • Ja doch, ich glaube aber das braucht man auch, weil es erst die volle Leistungsfähigkeit in einem hervorbringt. Es hilft einen routinierten Ablauf zu haben, damit einem nichts Überraschendes aus der Bahn bringt.

Wie entspannst du nach einem Wettkampf?

  • Hinlegen, etwas trinken und die Beine hochlegen. Nach einem Wettkampf ist man erst einmal nicht in der Lage viel zu machen.

Leichtathletik-EM Gehen Berlin

Welche Sportart, neben dem Laufen, interessiert dich am meisten?

  • Jetzt wo wir gerade hier sind, Eishockey! Es ist ein sehr schneller Sport, mit einer gewissen Härte und Stimmung, welche man beim Gehen nicht direkt findet. Generell interessieren mich alle Mannschaftssportarten. Eishockey jedoch ist mein persönlicher Favorit.

Wer ist dein Vorbild in Sachen Sport? Mit welchem Sportler(in) würdest du gern mal trainieren?

  • Da habe ich eigentlich niemanden, mit dem ich speziell trainieren möchte, weil ich für mich selbst meinen Weg finden muss. Mit meiner Trainingsgruppe funktioniert das ganz gut. Ich bin froh, dass ich sie habe, da ich alleine nicht trainieren könnte.

Was sind deine nächsten Ziele?

  • Erst einmal natürlich die EM 2018 und dann Olympia 2020. Wir haben zur Zeit nicht viele Wettkämpfe, deswegen schauen wir schon jetzt auf die Europameisterschaft.

 

Vielen Dank Hagen, dass du dir die Zeit für uns genommen hast. Wir wünschen dir und deinen Kollegen für die bevorstehenden Wettkämpfe viel Kraft und Ausdauer!

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